|
||
|---|---|---|
Gazette: Neue Musik in NRW - Ausgabe Mai 2009 |
||
| möchten Sie diese Gazette monatlich neu per e-mail erhalten?
Dann senden Sie bitte eine mail an redaktion-nrw@kulturserver.de mit dem Betreff: Neue Musik oder tragen Sie sich hier ein: http://lists.kulturserver-nrw.de/cgi-bin/mailman/listinfo/neue-musik Düsseldorf, 01.05.2009, 19:58, von Petra Hedler, homepage, , Rubrik: Alle
|
||
| Gewesen: Forum neuer Musik im DLF – Wittener Kammermusiktage
Angekündigt: ensemblia in MG – Ohren auf Europa in Düsseldorf – Geburtstagskonzerte für Kröll, Blarr, Lovens u. v. m. [Forum neuer Musik im DLF] Nach Begegnungen mit dem fernen und mittleren Osten (2006) und dem Balkan (2007) begab sich der Deutschlandfunk mit seinem Forum neuer Musik in diesem Jahr auf Spurensuche nach Mittel- und Südamerika und versprach, ein anderes Amerika – La otra América – zu Gehör zu bringen. Vorgestellt wurden in Deutschland noch weitgehend unbekannte Komponisten und Komponistinnen der mittleren und jüngeren Generation. Nach Jahrhunderten der europäischen Dominanz stehen sie vor der Aufgabe, jenseits allgegenwärtiger westlicher Kompositionsstandards eine eigene Identität zu suchen. Dass der Ausgangspunkt dabei nicht die in einem Programmheftbeitrag postulierte Tabula rasa sein kann, leuchtet schnell ein und wurde durch die zu Gehör gebrachten Werke bestätigt. So zum Beispiel in dem Konzert mit dem Freiburger Ensemble Aventure, das vor allem Komponisten aus Argentinien auf dem Programm hatte. Die meisten Stücke könnten, ohne größeres Aufsehen zu erregen, auch auf einem ‚normalen’ europäischen Neue-Musik-Festival bestehen. Wenn man will, kann man die in einigen Werken auffallende Energiedichte, Intensität und Körperlichkeit als Ausdruck typisch südamerikanischen Talents auffassen. Diese zeigte sich besonders eindrucksvoll in Osvaldo Budóns …del pulso de lo inmóvil (Vom Puls des Unbeweglichen). Von Unbeweglichkeit war hier keine Spur: Aggressives Hämmern des Klaviers im tiefen Register unterlegt schrille Flötentöne, die von sprunghaften Einsätzen zu enervierendem Dauerton übergehen und von Attacken des Kontrabasses und des Cellos begleitet werden. Natalia Gaviola bevorzugt in resquicios y contraluces (Spalten und Gegenlichter) ruhigere, behutsame Klänge, doch die Ruhe scheint trügerisch. Eine unterschwellige Spannung ist ständig spürbar und macht sich in gelegentlichen kleinen Ausbrüchen bemerkbar. Natalia Solomonoff lässt in ihren sieben kurzen, unter dem Titel …Entre Conjuros y Ensueños….. (Zwischen Beschwörungen und Träumereien) zusammengefassten Stücken Tangorhythmen anklingen und würzt das von Streichern dominierte Ensemble mit Bandoneonklängen. Am ehesten entsprach Chico Mellos vom Deutschlandfunk in Auftrag gegebene Uraufführung dem gängigen Klischee. In novela instrumental – variations on destino garniert er ein humorvolles Potpourri aus schmissigen Rhythmen und Motiven mit Geräuscheffekten und anderen Gags. Dem kolonialen Erbe kann man auf diese Weise kaum entkommen, denn zu Temperament und Tanzrhythmen haben die Konquistadoren sicher ebenfalls ihren Teil beigetragen. Mit dem Hamburger ensemble Intégrales begab sich ein weiteres deutsches Ensemble auf Entdeckungsreise, diesmal nach Mexiko. Das Ergebnis war insgesamt weniger überzeugend, das Programm aber immerhin ausgesprochen kontrastreich. Die beiden konventionellen und altbackenen Stücke von Javier Alvarez und Gabriela Ortiz wurden von wahren Knallern flankiert. Harsche Brüche, brachiale Attacken, Geräuschflächen und freejazzige Einlagen bestimmen Alejandro Castaños Intersecciones und auch Juan José Bárcenas zeigt sich in Un Rencor Vivo (Ein lebendiger Groll) alles andere als zimperlich. Schlagzeugwirbel, Saxophonattacken und E-Geige agieren in elektronischem Schneegestöber. Ruhiger Klänge prägten Georgina Derbez Non piu infelice und Aleyda Morenos Night Music. Besonders authentisch wurde es mit dem Ensamble Antara aus Chile. Seine Spezialität ist die Verwendung präkolumbianischer Flöten der Andenregion. Zum Einsatz kommen Zampoñas (eine Panflöte aus Bambusrohr), Quenas (Flöten aus Bambusrohr) und Tarkas (außen teilweise quadratische Flöten mit besonders dunklem Klang). Zu Gehör kommt jedoch – zum Glück – keine Fußgängerzonenfolklore sondern zeitgenössische, meistens speziell für das Ensemble komponierte Musik. Dabei werden auch klassische, europäische Flöten und Elektronik genutzt und der Kontrast zwischen den rauen, archaischen Klängen der Andenflöten, geräuschhaft angeblasen und mit fremder Stimmung, und den vertrauten, klaren Tönen der klassischen Instrumente führt teilweise zu interessanten Ergebnissen. Das Gesamtkonzert war jedoch ermüdend, wobei es mir schwer fällt zu sagen, ob es an den Stücken, der Interpretation oder an der Einseitigkeit der Besetzung lag – mehr als zwei Stunden Flötemusik sind einfach zu viel. Enttäuscht hat mich der Auftritt von Tato Taborda und Geralda , auf die ich mich besonders gefreut hatte. Geralda ist eine Musikmaschine der besonderen Art, zusammen gesetzt aus allem, was Geräusche und Klänge von sich gibt: alte und beschädigte Instrumente, Verworfenes, Müll. Der Brasilianer Taborda befindet sich inmitten dieses coleção de inutilezas (Sammlung von Unnützem), tritt Pedale, zieht an Seilen und bearbeitet die Metallteile mit einem Streicherbogen. Das akustische Ergebnis hält jedoch nicht, was die Optik verspricht. Dies liegt nicht zuletzt an dem Umstand, dass die Geräusche eine elektronische Verarbeitung erfahren, die alle klanglichen Nuancen nivelliert und im Elektroniksumpf ertränkt. Die Ausgangsidee der ‚(S)Low Tech’ wird damit völlig konterkariert und ein durchgehender nerviger Computerpuls gibt dem Ganzen den Rest. Eine Woche früher hatte ich Geralda bereits anlässlich des 20. Geburtstags von partita radicale erlebt. Im Austausch mit dem lebendigen Ensemble hatte sie deutlich mehr zu bieten. [Wittener Tage für neue Kammermusik] Am letzten Aprilwochenende versammelte sich die Neue-Musik-Szene wie üblich in Witten, das inzwischen in einem Atemzug mit Donaueschingen genannt wird. Wer hier gespielt wird, hat es geschafft und kann mit einer hochkarätigen Aufführung rechnen. Neben den Stammgästen, dem Arditti Quartet und dem ensemble recherche, waren diesmal als Neulinge das amerikanische JACK Quartet, das portugiesische Remix Ensemble, das deutsch-niederländische Ensemble R und das spanische Trío Arbós mit von der Partei. Die Vorrausetzungen waren also wie immer gut und trotzdem blieb ich bei vielen Stücken seltsam unbeteiligt. Vieles plätscherte, zirpte, wisperte und wogte vor sich hin und an mir vorbei und auch dann, wenn es mir gelang, anzudocken, mich in den Strom der Musik einzuschwingen, blieb nach ihrem Verklingen wenig haften. Ob es sich um José Luis Torás „Zickzack-Prozess“ zwischen Tutti und Solo in ravissant la clarté, Johannes Schöllhorns tänzerische rota, Jo Kondos Holzwege, José Rio-Parejas „ornamentalen Generator“ Tempus Fluidum oder Emmanuel Nunes Klangeflecht Tissures handelte, da war kein hoher Baum im Ohr, kein Tempel im Gehör und auch bescheidenere Behausungen hielten sich nicht lange. Ming Tsao ließ in seinem filigranen, schattenhaften Streichquartett Pathology of Syntax zumindest mit einem ausgiebigen einsam-knarzenden Cellosolo inne halten. Es ging mir mit der Musik wie einem anderen einst mit der Sprache. „Ich sah ihr wundervolles Verhältnisspiel vor mir aufsteigen wie herrliche Wasserkünste, die mit goldenen Bällen spielen. Ich konnte sie umschweben und sehen wie sie miteinander spielten; aber sie hatten es nur miteinander zu tun und das Tiefste, das persönliche Innere meines Denkens blieb von diesem Reigen ausgeschlossen.“ Auch die sich daraus ergebenden Konsequenzen waren vergleichbar: „Es wurden mir auch im familiären und hausbackenen Gespräch alle die Urtheile, die leichthin und mit schlafwandlerischer Sicherheit abgegeben zu werden pflegen, so bedenklich, daß ich aufhören mußte, an solchen Gesprächen irgend teilzunehmen.“ Wie üblich brachte auch der Versuch, sich „aus diesem Zustand in die geistige Welt der Alten hinüberzuretten“ wenig Abhilfe, weder in Daniel Moreiras Limiar (Homenagem a Haydn) und erst recht nicht in Jorge E. López zusammengebasteltem Klaviertrio op.22. Auch der Einsatz härterer Klänge oder skurriler Ingredienzien (wofür ich normalerweise recht empfänglich bin!), wollte diesmal nicht so recht punkten. Elliott Sharps Streichquartett The Boreals, bei dem die Instrumente mit unüblichen Materialien wie Sandpapier, Kugelketten und Metallfedern traktiert wurden, ließ immerhin aufhorchen, während Gijsbrecht Royés scheppernder und kreischender Einsatz von Schalmeien, Blechbläsern und Becken sich recht schnell erschöpfte. François Sarhan versetzte das mit Ferngläsern bewaffnete Publikum in Home Work in eine ungewöhnliche Versuchsanordnung, bei der im Raum verteilte Interpretenduos absurde Texte (Lebensmittellisten, Berichte von Liebeskalamitäten und Gebrauchsanweisungen) deklamierten und mit schrillen Klängen begleiteten. Der angekündigte ästhetische Schock blieb jedoch aus. Da waren Bernhard Ganders schlechtecharakterstücke fast schon eine Wohltat. Obwohl er mit recht konventionellem Material nichts weniger als Programmmusik ablieferte, waren hier zumindest unüberhörbar Emotionen im Spiel. Vor allem die zupackende Interpretation des Trío Arbós ließ daran keinen Zweifel und kostete den rigiden, um sich selbst kreisenden Geiz und das von unterschwelliger Aggression geprägte Lamento voll aus. Eine Erwähnung verdient Hèctor Parra, der in seinem Fragments on Fragility betitelten, zweiten Streichquartett den hauchigen, knarzigen, sperrigen Klängen durch Live-Elektronik einen quasi stimmlichen Charakter verleiht und sie durch den Raum irrlichtern lässt. Ansonsten waren es die wohlbekannten Namen, deren Musik Spuren hinterließ. Ein Schwerpunkt galt Hugues Dufourt, neben Gérard Grisey und Tristan Murail einer der wichtigsten Vertreter der Musique spectrale, der auch seitdem er eigene Wege geht der Lust am Klang treu geblieben ist. Dufourt, der im Gespräch mit Martina Seeber eher spröde und gesetzt wirkte, schreibt eine zupackende und sinnliche Musik, wobei er sich oft von Literatur und bildender Kunst inspirieren lässt. Sein Streichquartett Dawn Flight (nach einem Bild von Stanley William Hayter) ist voll drängender Emphase, die immer wieder von insistierenden bohrenden Wiederholungen gleichzeitig ausgebremst und angefacht wird. In seinem neuen Werk L’Asie d’aprèsTiepolo stürzt sich das Ensemble mit großem Schlagzeugaufgebot ins Gewühl, segelt flankiert von harten Klavierattacken in ruhigere Gewässer und verebbt. Ein Highlight des Festivals war Georges Aperghis Dans le mur für Klavier und Zuspielung, nicht nur aufgrund der fulminanten Interpretation von Nicolas Hodges. Aperghis hat Stellen seiner Lieblingsklavierkonzerte bis zur Unkenntlichkeit verfremdet und in harschen Schnitten wie Mauern aneinandergereiht. Diese markiert Hodges in mal aggressivem, mal turbulentem, mal fast beiläufigem Duktus – wie ein Graffitisprayer. Schließlich traten die Wittener Tage die Flucht ins Freie, ins alltägliche Leben an. Denn wie schon jener mehrfach zitierte Leidensgenosse erkannte, ist es oft „irgendeine Erscheinung meiner alltäglichen Umgebung“, „eine Zusammensetzung von Nichtigkeiten“, eine halbvolle Gießkanne, die eine neue Erfahrungsintensität ermöglicht. Der Weg führte bei bestem Wetter auf den Hohenstein, einem beliebten Ausflugsziel der Wittener mit Grillplatz und Wildpark und tatsächlich ließen sich ein paar stimmige Momente erhaschen. Daniel Ott richtete mit seinem klingenden Landschaftsbild den Blick Richtung Süden. Vom Bergerdenkmal aus eröffnet sich ein herrlicher Blick über die Ruhraue, in die Ott mit feinem Humor eine „klingende Postkarte“ komponiert. Natur und Kultur, Alltag und Poesie, Leichtigkeit und Sorgfalt verweben sich zu einer Gesamtschau, in der Tauben aufsteigen, Trompeter über weite Strecken in Dialog treten, Sieger geehrt werden und reale auf virtuelle Züge treffen. Was bei Ott die Weite, ist bei Stephan Froleyks die Nähe. Im kleinen Haarmannstempel versammelte er einen alten Flügel und vier Klaviertorsi, die er gemeinsam mit Wittener Musikschülern mal zärtlich, mal brachial bearbeitete. Wer wollte, konnte ihnen ganz dicht auf die Pelle rücken und die Klänge körperlich auf sich wirken lassen, aber auch aus einiger Entfernung waren noch Geräuschfetzen zu erhaschen. Zum Schluss möchte ich noch beiläufig erwähnen, dass bis auf Christina Kubisch, die quasi außer Konkurrenz mit der kleinen, ganz an den Rand gedrängten Klanginstallation Brunnenlieder vertreten war, 2009 keine einzige Komponistin beteiligt war! [Termine im Mai] MG/Niederrhein In Mönchengladbach feiert vom 20. bis 24.5. die Ensemblia ihren 30. Geburtstag. Einen Schwerpunkt des spartenübergreifenden Festivals bildet wie üblich die zeitgenössische Musik. Nicht nur beim Finalistenkonzert des Internationalen Kompositionswettbewerbs (am Samstag mit anschließender Preisverleihung) sondern auch bei den anderen Konzerten wimmelt es nur so vor Uraufführungen. Neben bekannten Namen wie Kröll, Platz, Bruttger kommen auch neue Werke der Preisträger des letzten Jahres, Stiegler und Sannicandro, zu Gehör. Im Vorfeld findet vom 8. bis 10.5. die Ensemblia U21 statt, die Jugendlichen die Möglichkeit zur aktiven Mitwirkung bietet. Das Finalistenkonzert wird am 24.5. um 11 Uhr in der Raketenstation Hombroich wiederholt. Am gleichen Ort findet am 3.5. um 11 Uhr ein Konzert mit dem ensemble recherche anlässlich des 75. Geburtstags von Georg Kröll statt. Noch älter als die Ensemblia ist das Moers Festival, das vom 29.5. bis 1.6. „rau, schnell und bunt“ zu werden verspricht. Das Theater Krefeld Mönchengladbach bringt derweil die Glass-Oper Der Untergang des Hauses Usher auf die Bühne. Premiere ist am 9.5. in Krefeld. Düsseldorf Die Tonhalle und das notabu.ensemble richten vom 19.5. bis zum 12.6. erneut die Ohren auf Europa und präsentieren „das einzige nennenswerte Projekt Neuer Musik von überregionaler Bedeutung in Düsseldorf“. Für das Programm zeichnen in diesem Jahr Krzysztof Meyer und seine Frau, die Musikwissenschaftlerin Danuta Gwizdalanka, als Kuratoren verantwortlich. Bereits am 13.5. demonstriert Bernd Wiesemann in der Tonhalle die Vielfalt eines Kinderklaviers. Auf einem richtigen Klavier spielt Eva-Maria Houben am 21.5. im Klangraum neben eigenen Werken Musik von Antoine Beuger. Die Robert Schumann Hochschule veranstaltet am 22.5. eine Nacht der Neuen Musik und die Johanneskirche widmet Oskar Gottlieb Blarr ein Konzert zum 75. Geburtstag. Aachen Auch die Gesellschaft für zeitgenössische Musik Aachen gratuliert zum Geburtstag. Der Schlagzeuger Paul Lovens wird 60 und ist am 7. und 8.5. mit verschiedenen Triobesetzungen im Alten Kurhaus zu Gast. Vom 15. bis 17.5. dreht sich alles um Stockhausen. Im Mittelpunkt stehen seine elektronischen Werke, am 11.5. gibt es eine Einführung. Wuppertal/Bergisches Land Ein weiters Geburtstagskonzert für Blarr findet am 24.5. in der Evangelischen Stadtkirche in Remscheid statt. Dabei wird Stephan Heucke gleich mitgratuliert, er wird in diesem Jahr 50. Am 18.5. erklingt im Konzertsaal der Hochschule für Musik neue Kammermusik aus dem Baltikum und am 15.5. am gleichen Ort neue Facetten des Cellospiels. Die KlangArt -Veranstaltungen im Skulpturenpark Waldfrieden werden am 17.5. mit Moving Sounds fortgesetzt. Im Von-der-Heydt-Museum ist unter dem Motto Wie klingt ein schwarzes Quadrat am 24.5. eine musikalische Hommage an die russische Avantgardekunst des frühen 20. Jahrhunderts zu erleben. Münster Im Rahmen des WDR-Musikfestes in Münster begegnen sich unter dem Motto Romantik trifft Moderne Lachenmann und Dvořák. Am 5.6. folgt noch eine LangeMusikNacht der Gesellschaft für Neue Musik – Münster. Essen/Dortmund Im Theater Dortmund hat am 17.5. Henzes Der junge Lord in der Inszenierung von Christine Mielitz Premiere. In der Essener Philharmonie stehen Schlagzeugmusik von Wolfgang Rihm, Maximilian Marcoll (UA) und Gérard Grisey (7.5.) sowie die traditionell ausgerichteten Komponisten Guo Wenjing (5.5.) und Christian Jost (22.5.) auf dem Programm. An der Folkwang Hochschule stellen am 18.5. die Kompositionsstudenten ihre aktuellen Arbeiten vor. Köln/Bonn Just am gleichen Tag präsentieren auch die Studenten von Krzysztof Meyer an der Kölner Musikhochschule neue Werke. Neues aus dem Studio für elektronische Musik erklingt am 29.5. Fortgesetzt werden die Kölner Reihen solisten (am 3.5. mit dem Cellisten Michael Kasper), musikFabrik im WDR (ebenfalls am 3.5. mit Musik von Michael Jarrell), reihe M (mit Electronic Counterpoint am 15.5. und David Tudors Rainforest IV -Installation, die am 24.5. in der Alten Feuerwache eröffnet wird) und Schlüsselwerke der Neuen Musik (Webern am 21.5.). ON – Neue Musik Köln lädt außerdem ein zum Tripclubbing mit Live-percussion am 14.5. und zu einer Begegnung von Barock und neuen Kompositionen am 7.5. Ebenfalls als Schlüsselwerk firmieren einige der Werke von B. A. Zimmermann, die in der Kölner Philharmonie zu Gehör gebracht werden (am 8., 9., 10. und 28.5.). Beim Kindertag am 21.5. spielt das LandesJugendEnsemble für Neue Musik NRW Werke von Toshio Hosokawa und Misato Mochizuki. Am 23. und 24.5. werden sich die futuristischen Futuristen im Rheinau Hafen zu Tisch setzen, um den hundertsten Geburtstag des Manifestes von F. T. Marinetti zu feiern. Chef de cuisine Rochus Aust lässt 32 Gerichte und 89 Rezepte der futuristischen Küche servieren, wobei das Publikum alles aufgetischt bekommt, „nur kein Essen.“ In der Kunststation Sankt Peter erklingt am 24.5. das Orgelwerk von Günther Becker. Am 23.5. kann die speziell für Neue Musik ausgerichtete Orgel im Rahmen einer Führung erkundet werden und am 3.5. ertönen die monatlichen Orgelimprovisationen. Die Neuen Vocalsolisten Stuttgart sind am 19.5. im Theater Bonn zu Gast. Am 17.5. ist Salome Kammer in der Redoute mit einem Soloprogramm zu erleben. In der Reihe Klingt gut eröffnet das Schlagquartett Köln zusammen mit Marcus Schmickler u.a. am 29.5. „klanggewordene Blicke ins Universum“ in der Kunst- und Ausstellungshalle . Zum Inhaltsverzeichnis aller bisher erschienenen Gazetten zur neuen Musik. |
|
|