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Gazette: Neue Musik in NRW - Ausgabe Juni 2009

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Düsseldorf, 26.05.2009, 22:16, von Petra Hedler, homepage, , Rubrik: Alle

Gewesen: Sciarrino-Oper in Wuppertal – Kagel-Hommage im Krefelder TAM – 30 Jahre Ensemblia in Mönchengladbach
Angekündigt: e-mex ensemble – Klavier-Festival Ruhr – Raumklänge in Pulheim u. v. m.

[Sciarrino-Oper in Wuppertal]

Salvatore Sciarrino ist fast schon eine Art Hauskomponist am Wuppertaler Opernhaus. Nach Luci mie traditrici, L’infinito nero und Macbeth steht mit La porta della legge nun schon zum vierten Mal eines seiner Werke auf der Bühne, diesmal sogar als Uraufführung. Vorlage des vom Komponisten selbst verfassten Librettos ist Kafkas berühmte und tausendmal in alle Richtungen interpretiere Erzählung Vor dem Gesetz, in der ein Mann vergeblich Einlass in das Gesetz begehrt.
Der Mann vom Lande trifft auf seinen Kontrahenten, den Türhüter, doch bei näherer Betrachtung sind die beiden eigentlich Leidensgenossen, könnten es zumindest sein, denn sie stehen beide draußen, vor dem Gesetz. Um sich in seiner Mediokrität einrichten zu können ohne ihrer ständig gewahr werden zu müssen, inszeniert der Türhüter jenes banale, alltägliche Spiel der Unterwerfung, das vielmehr als die Befehle der Mächtigen, die Welt, wie wir sie kennen, im Innersten zusammenhält. Der Mann vom Lande spielt mit, weil er dieses und kein anderes Spiel von Anbeginn an kennt. Für beide wäre die Alternative das Wagnis des bewussten Handelns, das sie einzugehen nicht bereit sind. Der äußerst konzentrierten, um sich selbst kreisenden Musik, der auf jede Ablenkung verzichtenden Inszenierung und der stilisierten, oftmals das Groteske streifenden Personenführung gelingt es, diesen Moment herauszusezieren und wie unter dem Mikroskop zu präsentieren. Die sich im Bühnenbild verlockend-bedrohlich öffnende Tür weitet sich zu einem alles umfassenden, giftig changierenden, hellen Glanz, der im weiteren Verlauf zu einem immer kleiner werdenden Rechteck zusammenschnurrt, bis Türhüter und Mann gemeinsam von undurchlässigem Schwarz verschluckt werden – immer mehr aufeinander bezogen, gleichsam als Schicksalsgemeinschaft und doch bis zum Schluss die unvermeidlichen Herrschafts- und Unterwerfungsgesten aufrechterhaltend. Sciarrino betont die scheinbare Unabänderlichkeit des Geschehens, indem er die Szene in leicht variierter Form zweimal ablaufen lässt. Michael Tews (Bass) als Türhüter stehen nacheinander Ekkehard Abele (Bariton) und Gerson Sales (Countertenor) gegenüber. Ihr Gesangsduktus betont die ihnen zugeschriebenen Rollen. Dem nervösen, haspelnden, sich überschlagenden, stockenden Gestammel des Mannes begegnet die schon durch die Stimmlage Überlegenheit suggerierende, oft mit lang ausgehaltenen Noten operierende Antwort des Türhüters. Während auf dieser Ebene noch Handlung vorgetäuscht wird, wird das Geschehen durch die Musik aus dem Orchestergraben gewissermaßen schockgefrostet. Vor allem im ersten Durchgang bestimmt ein kaum hör- und ortbares Rauschen, an der Hörschwelle angesiedelte Trommelwirbel, Luftgeräusche der Bläser und bedrohlich vibrierendes Donnerblech die Atmosphäre, hinzu kommen kurze, umso eindringlichere Attacken und Melodiefetzen. Noch mehr als in früheren Werken verzichtet Sciarrino auf jede Kulinarik, umgibt alles mit einem eisigen erbarmungslosen Glanz, der sich auch des Zuhörers bemächtigt. Dieser sollte sich jedoch durch die arktische Ästhetik nicht von der Wahrnehmung abhalten lassen, dass wir selbst täglich Teil dieses fatalen Spiels sind, dass wir selbst in jenem Paternoster fahren, der im Schlussbild als Projektion über den Vorhang rast und die Protagonisten gleichzeitig vervielfältigt und zu einer austauschbaren Person zusammenschweißt.
Die Mitwirkenden machen ihre Sache allesamt gut (im Orchestergraben das Wuppertaler Sinfonieorchester unter der Leitung von Hilary Griffiths). Wuppertal gehört mit dieser Produktion zu den wenigen Opernhäusern der Region, die noch neues Musiktheater auf die Bühne bringen und sich nicht nur mit Alibiveranstaltungen begnügen. Also unbedingt hingehen, ruhig mehrmals! (Da sich zeitgenössische Musik kaum beim einmaligen Hören erschließt und derartige Veranstaltungen praktisch nie ausverkauft sind, sollte über Preisnachlass für Wiederholungstäter nachgedacht werden.)

[Kagel-Hommage im TAM]

Die schönste Kagel-Hommage im Requiemreigen war im Mai im Krefelder TAM zu erleben. Seit seiner Gründung ist das Theater am Marienplatz Kagel verbunden, erste Inszenierungen sind aus dem Jahre 1971 überliefert (damals noch Thespiskarren). Durch die Spielzeit 1991/92, die ausschließlich Werke Kagels auf dem Programm hatte, bin ich erst so richtig auf das TAM aufmerksam geworden. Zur Erinnerung an den Freund und Förderer hat Pit Therre jetzt Esdacapo auf die Bühne gebracht. Schon der Titel, irgendwie aus Eskapaden und Dacapo zusammengesetzt, könnte treffender nicht sein, denn was Kagel in seinen besten Werken auszeichnet, ist jene ganz besondere Mischung aus Eskapismus und Rigorismus, Disziplin und Chaos, Ernst und Humor, die ihm so schnell keiner nach macht. Diese Ingredienzien genau auszubalancieren, ist die schwierige Aufgabe eines jeden Interpreten, manches Staatstheater hat dabei schon Schiffbruch erlitten und letztlich kenne ich niemanden, der diese Kunst so gut beherrscht wie Pit Therre und seine Leute. Esdacapo bedient sich eines typischen Kagelinstrumentariums, Blechdosen, Schiefertafeln, spanische Kuhglocken, Nebelhörner, Teppichklopfer, große Ratschen, Brausepulver und vieles andere mehr bevölkern wohl geordnet die Bühne. Davon sieht man aber zunächst nichts, denn im ersten Durchgang spielt sich alles hinter einem schwarzen Vorhang ab. Erst beim Dacapo dürfen wir sehen was wir hören und hören dadurch ganz anders und neu. Zu hören gibt es, so oder so, eine mal brachiale, mal feinsinnige, mal hintersinnige Reise durch den Kagel-TAMschen Klangkosmos. Zum Schluss klappt ein Buch zu, Kagels Dialoge, Monologe. Dass das Kapitel Kagel aber auch in Zukunft nicht geschlossen wird, dafür sorgt sicherlich weiterhin das TAM.

[30 Jahre Ensemblia in Mönchengladbach]

Vom 20. bis 24.5 feierte die Ensemblia in Mönchengladbach, Deutschlands ältestes spartenübergreifendes Festival, ihr 30-jähriges Jubiläum. Man kann sich fragen, was bemerkenswerter ist, die Tatsache, dass es das Festival angesichts der notorisch angespannten Finanzlage der Stadt überhaupt noch gibt oder, dass es als eines der wenigen Festivals seiner Art tatsächlich von den Bürgern der Stadt angenommen wird. Auch wenn die Anzahl der Gladbacher, die an diesem Wochenende den Klassenerhalt der Borussia feierten, wahrscheinlich größer war, konnten die Ensembliaveranstaltungen über mangelnden Publikumszuspruch nicht klagen. Die Säle waren gut gefüllt und auch wenn nicht jedes Werk glatt einging, blieben die Leute am Ball, setzten sich mit den ungewohnten Darbietungen auseinander und waren sichtlich stolz darauf, dass ihre Stadt derartiges zu Wege bringt. Der Kontakt zum Publikum prägt die Geschichte des Festivals und beruht auf Gegenseitigkeit. Nach einem viel versprechenden Start 1979 drohte die Ensemblia bereits 1983 dem Rotstift der Politiker zum Opfer zu fallen. Letztlich ist es der Initiative der Bürger zu verdanken, dass es dann doch anders kam. Sie gründeten kurzerhand einen Förderverein, der als Veranstalter der Ensemblia 1983 fungierte, und nötigten damit die Stadt, neben dem KULTURsekreariat NRW der Hauptgeldgeber, wieder mit ins Boot zu steigen. Das Festival seinerseits revanchiert sich, indem es bewusst die Nähe zum Publikum sucht. Dies zeigt sich einerseits in der aktiven Beteiligung vor allem junger Leute, die seit 2007 mit der Ensemblia 21, einem Festival für Nachwuchskünstler von 14 bis 21, ein eigenes Forum erhalten haben. Andererseits geht die Kunst auf die Straße und macht mit ungewöhnlichen Veranstaltungsorten auf sich aufmerksam. Diese bewusste Volksnähe wird jedoch nicht, und darin besteht eine weitere Besonderheit, durch Qualitätseinbußen erkauft. Sich anbiedernde, aufgeblasene Events sucht man bei der Ensemblia vergeblich. Auch 2009 war das Festival an vielen Orten der Stadt präsent. Am Samstagvormittag ging es zur Hindenburgstraße, der Haupteinkaufsstraße der Stadt, am Nachmittag ins Galeriendreieck und am Abend vorher wurde das Treppenhaus des Landgerichts Zeuge mehrerer Uraufführungen. Besonders stimmig war die Uraufführung von Robert HP Platz’ neuem Streichquartett strings (Echo VII) im alten Wasserturm an der Viersener Straße. Hoch über den Dächern der Stadt spannen die im Raum verteilten Musiker des Ensemble Aventure zarte, filigrane, manchmal fast romantisch-träumerische Fäden, die sich zunehmend verdichteten und zu einem drängend-bewegten Geflecht verwoben. Eine Etage tiefer wurden kurz darauf Thomas Bruttgers KLANG-MOMENTE aus der Taufe gehoben, die teils durch farbig schillernde, vibrierende Klangbänder, teils durch kurze, hart aneinander geschnittene Charaktere gekennzeichnet sind. Neben renommierten Interpreten der Neuen Musik wie dem erwähnten Freiburger Ensemble Aventure, das durch seinen Fagottisten Wolfgang Rüdiger der Stadt verbunden ist, baut das Festival auf heimische Kräfte wie die Niederrheinischen Sinfoniker sowie erneut auf den Nachwuchs. Im Abteibergmuseum spielte das LandesJugendEnsemble für Neue Musik NRW, das von der musikFabrik künstlerisch begleitet und aktuell von deren Oboisten Peter Veale geleitet wird. Zu Gehör kamen an all diesen Orten über 30 Glückwunschkompositionen, die vor allem von früheren Preisträgern beigesteuert wurden. Der seit 1980 ausgeschriebene internationale Kompositionswettbewerb war auch in diesem Jahr der Höhepunkt des Festivals. Im Vorfeld leistete die Jury, bestehend aus Thomas Bruttger (Komponist), Graham Jackson, (Generalmusikdirektor MG), Frank Kämpfer (Deutschlandfunk), Rostislav Kojevnikov (Asasello Quartett) und Charlotte Seither (Komponistin) ganze Arbeit, denn es galt, über 500 Einsendungen aus 55 Ländern zu sichten und die Spreu vom Weizen zu trennen. Der Jury ging es dabei vor allem um die kompositorische Eigenständigkeit und das reflexive Niveau. Zur Aufführung vorgesehen waren schließlich fünf Werke. Der griechische Beitrag musste allerdings in letzter Minute ausgemustert werden, da bekannt geworden war, dass er bereits früher bei einem Wettbewerb in Italien eine Auszeichnung erhalten hat.
In diesem Jahr galt es, Streichquartette zu komponieren, die vom Asasello Quartett interpretiert wurden. Der 1971 geborene Italiener Luca Vago, der sich mit dem vierten Platz begnügen musste, befasst sich in seinem Žaliakis Karštas Sniegas (litauisch für heißer Schnee) betitelten Werk mit Geburt und Tod eines Traumes, wobei sich aus einem überirdischen, irisierenden Flirren sehnsüchtige Melodien lösen. Den dritten Preis erhielt der Folkwangstudent Tim Kienecker (*1979), der in STRICHVIER mal 5 die Streicher in einen Dialog mit der Elektronik treten lässt. Zarte Klangtupfen wechseln mit energischen, pastosen Stellen. Durch die elektronische Bearbeitung wird die Musik verfremdet und in den Raum projiziert, so dass sich die Musiker gewissermaßen selbst in den Rücken fallen. Aufhorchen ließ der Beitrag des Japaners Hikari Kiyama, mit 26 Jahren der jüngste im Bunde. Bei der Interpretation von Raga φ konnte das Quartett seinem Namen alle Ehre machen. Nicht umsonst haben sich die Musiker Asasello, die Teufelsfigur aus Bulgakows Roman Der Meister und Margarita, als Namensgeber erkoren. Das traditionelle Streichquartett wird hier ordentlich gegen den Strich gebürstet, elektronisch verstärkt wird gesägt, was das Zeug hält und auch Anleihen bei Death Metall sowie aus anderen Gefilden jenseits der E-Musik sind willkommen. Das macht durchaus Spaß, aber letztlich bestand die Substanz dann doch zum größten Teil aus Dauerregung. Zumindest das Publikum ließ sich davon überzeugen; als Ergebnis einer Abstimmung vor Ort wurde Kiyama der vom Verein für Freunde und Förderer der Musik ausgelobte Publikumspreis zuerkannt. Der Jury war er immerhin einen zweiten Preis wert, als Gewinner kürte sie dann allerdings den 1965 geborenen Spanier Sixto Manuel Herrero Rodes. Sein Werk Quera (Holzwurm) fasziniert durch ein insistierendes, insektenartiges Wusseln, das sich manchmal aggressiv zuspitzt, gelegentlich aber auch völlig ausdünnt und nur noch isolierte, an der Grenze der Hörbarkeit angesiedelte Klangpunkte zurück lässt. Mit der damit erreichten Intensität und Eindringlichkeit hat er den Jurypreis durchaus verdient. Wer sich davon überzeugen möchte, kann das Werk am 7.6. in der Krefelder Pax Christi Kirche erleben.
(Das Asasello Quartett, dessen aus Russland, Polen und der Schweiz stammenden Musiker inzwischen in Köln ansässig sind, hat übrigens im Herbst letzten Jahres die Reihe 1:1 – schon gehört? ins Leben gerufen, die an verschiedenen Orten Kölns jeweils zwei Werke einander gegenüber stellt. Am 5.6. trifft im Domforum Saariaho auf Tschaikowski.)
Den Abschluss der Ensemblia bildete ein neues Multimediaprojekt des Kölner Komponisten Thomas Witzmann. In ….Küche, Diele, Bad….hat er Musiker aus zwölf europäischen Ländern zusammen gebracht, die auf drei großen Videoleinwänden Einblick in ihre Privatwohnungen gewähren. Die Kamera streicht durch Räume und Gänge und tastet sich detailversessen bis in die letzten Winkel vor. Dabei geht es ihr jedoch nicht um Enthüllungen sondern um ein Ballett der Formen, aus dem eine Fülle stimmiger, mal humorvoller, mal poetischer Bilder entsteht. Die live agierenden Musiker beziehen sich in ihren Partien, die teils auskomponiert sind, teils Improvisationsspielraum lassen, direkt auf das im Video Sicht- und Hörbare. Mal wird es dramatisch überhöht, mal subtil unterwandert, mal unmittelbar fortgesponnen. Die Gegenstände selbst werden zu Instrumentalisten und kreieren Symphonien aus plärrenden Türklingeln, singenden Gläsern, fauchenden Gasflammen und tropfenden Wasserhähnen. Zwischen allem bewegt sich Europa in Gestalt der türkischen Schauspielerin Günfer Çölgeçen und erzählt ihre alten Mythen. Doch trotz allem kommt nach einiger Zeit Ermüdung auf. Vielleicht liegt es daran, dass die Ebene des zweckfreien Spiels und der ästhetischen Oberfläche letztlich nicht verlassen wird. Zwar verkündet eine Stimme aus dem Off: „Der Stier ist geschlachtet das Fleisch fault auf der Zunge …….Götter werden dich nicht mehr besuchen…. aus den Kellern deines Wohlstands flüstert die Asche singt das Knochenmehl.“ (Heiner Müller). Die Bilder zeigen uns davon jedoch nichts. Wenn sich zum Schluss sechzehn europäische Toiletten zu einem Wasserspülungsfinale vereinen, sehen wir nur die austauschbaren, klinisch reinen Oberflächen. Die Abwasserkanäle bleiben ausgeblendet.
Vom 24. bis 26.6. ist die Video-Musik-Installation in der Kölner Halle Kalk zu erleben.

[Konzerte im Juni]

Düsseldorf

Das Düsseldorfer Festival Ohren auf Europa wird im Juni fortgesetzt. Der diesjährige Kurator Krzysztof Meyer hat mit dem Ensemble ElettroVoce aus Wroclaw auch Landsleute eingeladen, die am 10.6. ausschließlich polnische Komponisten im Gepäck haben. Dafür wird es am 4. und 12.6. umso europäischer.
In der Robert Schumann Hochschule erklingt am 4.6. Musik der Moderne für Klavier. Am 18.6. hält Andres Bossard einen Vortrag über Klang und Raum.

Münster

Die Gesellschaft für Neue Musik Münster veranstaltet im Rahmen des WDR Musikfestes am 5.6. eine lange Musiknacht, bei der auch Uraufführungen von Osvaldas Balakauskas und Stephan Froleyks zu Gehör kommen.

Ruhrgebiet

In der Philharmonie Essen gastiert am 3.6. das e-mex ensemble mit Musik von Furrer, Grisey, Haussmann und einer Uraufführung von Luis A. Pena. Am 8.6. ermöglicht das ensemble modern eine Begegnung mit früheren, aktuellen und zukünftigen „Composers in Residence“ der Philharmonie. Mit dabei ist Unsuk Chin, die Komponistin der nächsten Saison. Die Preisträger des 14. Landeswettbewerbs „Jugend komponiert“ werden am 19.6. vorgestellt.
Im Rahmen des Klavier-Festivals Ruhr stellt Siegfried Mauser am 7.6. in Gelsenkirchen unter dem Motto „Joseph Haydn und die Folgen“ ein neues Werk für Tenor und Klaviertrio von Wolfgang Rihm vor.
Anhand von György Kurtágs Klavierstücken Játékok sowie neuen Stücken des aus Zypern stammenden Komponisten Vassos Nicolaou sollen kleine und große Kinder die Musik entdecken. Das Ergebnis ist am 13.6. in Essen zu erleben.
Im Duisburger Lehmbruck Museum gestalten Salome Kammer und Rudi Spring am 25.6. einen Liederabend.
Aktuelle Kompositionen der Studenten von Günther Steinke sind am 8.6. in der Folkwang Hochschule zu hören. Am 23.6. erklingt frische Kammermusik.
Eichbaum, eine von Vandalismus und Überfällen heimgesuchte Haltestelle der U-Bahnlinie 18, die zwischen Essen und Mülheim verkehrt, soll – nachdem alles andere nicht geholfen hat – durch eine Oper erlöst werden. Als Premierentag ist der 24.6. anvisiert.

Wuppertal

Am 3.6. präsentieren Thomas Beimel, Elmira Sebat und Christian Roderburg um 20.30 Uhr in der Neuen Kirche Sophienstraße neue Klänge aus Rumänien.
Im Skulpturenpark Waldfrieden sind in der Reihe Klangart am 21.6. Rabih Abou-Khalil, Joachim Kühn und Jarrod Cagwin zu Gast.
Der belgische Bassist Peter Jacquemyn bemalt und bespielt am 6.6. Kowalds ort. Am Klavier begleitet ihn Steve Beresford, der außerdem am 7.6. das Wuppertaler Improvisations Orchester (WIO) bei einem Konzert im ADA leiten wird. Am 18.6. begegnen sich im ort der senegalesische Kora-Spieler Ablaye Cissoko und der deutsche Trompeter Volker Goetze.

Aachen

Der Aachener Komponist Philip Maintz wird am 8.6. in der Klangbrücke vorgestellt.

Köln

Im Praxis Projektatelier Staab stellt Gero Koenig am 2.6. sein Projekt Chordeograph vor. Hierbei handelt es sich um einen Alurahmen, dessen bis zu 42 Saiten mit Leisten aus Holz, Metall oder Glas in Schwingungen versetzt werden, wodurch „Klänge von orchestraler Dichte und Weite“ entstehen.
An gleicher Stelle sind am 16.6. Crossoverimprovisationen zwischen Elektronik und Soundart zu erleben.
Im japanischen Kulturinstitut spielt das LandesJugendEnsemble NRW mit Mitgliedern der musikFabrik am 5.6. aktuelle Musik von Toshio Hosokawa und Misato Mochizuki.
Am gleichen Tag sind in der Kunst-Station Sankt Peter Rohr-Ansätze für Flöten und Live-Elektronik zu hören. Am 7.6. erklingen die monatlichen Orgelimprovisationen und am 13.6. spielt das e-mex ensemble Kompositionen Kölner Komponisten.
In der Alten Feuerwache stellt das e-mex ensemble in einem Portraitkonzert anlässlich seines 70. Geburtstags Volker Heyn vor.
Am gleichen Ort findet am 19. und 20.6. das von ON – Neue Musik Köln veranstaltete Festival zeitgenössischer komponierter und improvisierter Musik comprovise statt. Mit dabei sind bekannte Namen wie Frederic Rzewski, Jennifer Walshe oder Richard Barrett.
Am 20.6. lässt ON im Belgischen Haus Bartóks Schlüsselwerk Sonate für Violine Solo auf Musik von Emmanuel Nunes und Georg Friedrich Haas treffen.
Die Reihe solisten wird am 7.6. mit dem Gitarristen Mats Bergström fortgesetzt.
Am 10.6. präsentiert die reihe M im Alten Pfandhaus ein interaktives Projekt für zwei Musiker, Live-Elektronik, eine Tänzerin und Video.
Die Kölner Philharmonie hat am 14.6. Michael Tippetts A Child of Our Time und am 19.6. die Uraufführung von Detlev Glanerts Fluss ohne Ufer auf dem Programm.
Die Musikhochschule Köln präsentiert am 3.6. ein Werkstattkonzert mit Studierenden der Klasse Friedrich Jaecker, Tanzstücke zu neuer Klaviermusik am 12. und 13.6. (im Studiotheater ZZT) sowie ein Chorkonzert Neue Musik mit einer Uraufführung von Ying Wang am 18. und 19.6.
Das Festival Raumklänge hat Markus Stockhausen (2.6.), Peter Vogel mit einer interaktiven Klanginstallation (4.6.) und Lee Ferguson mit Paper Music (6.6.) in die Alte Kirche St. Martin in Stommeln eingeladen.

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Mo 11.09.2000 10:27
Gazette: Neue Musik in NRW von Petra Hedler (erste Ausgabe vom 11.09.2000) Musik
Düsseldorf redaktion nrw
Mo 28.12.2009 17:50
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Sa 19.09.2009 19:41
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Di 26.05.2009 22:16
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Gazette: Neue Musik in NRW von Petra Hedler - Ausgabe April 2003
  Petra Hedler
Fr 28.02.2003 14:33
Gazette: Neue Musik in NRW von Petra Hedler - Ausgabe März 2003
  Petra Hedler
Mi 29.01.2003 09:37
Gazette: Neue Musik in NRW von Petra Hedler - Ausgabe Februar 2003
  Petra Hedler
Mo 06.01.2003 11:30
Gazette: Neue Musik in NRW von Petra Hedler - Ausgabe Januar 2003
  Petra Hedler
Do 28.11.2002 10:50
Gazette: Neue Musik in NRW von Petra Hedler - Ausgabe Dezember 2002
  Petra Hedler
Mo 28.10.2002 10:30
Gazette: Neue Musik in NRW von Petra Hedler - Ausgabe November 2002
  Petra Hedler
Do 03.10.2002 15:01
Gazette: Neue Musik in NRW von Petra Hedler - Ausgabe Oktober 2002
  Petra Hedler
Mi 28.08.2002 13:26
Gazette: Neue Musik in NRW von Petra Hedler - Ausgabe September 2002
  Petra Hedler
Mo 29.07.2002 12:27
Gazette: Neue Musik in NRW von Petra Hedler - Ausgabe August 2002
  Petra Hedler
Mo 01.07.2002 14:14
Gazette: Neue Musik in NRW von Petra Hedler - Ausgabe Juli 2002
  Petra Hedler
Fr 31.05.2002 12:01
Gazette: Neue Musik in NRW von Petra Hedler - Ausgabe Juni 2002
  Petra Hedler
Do 02.05.2002 12:10
Gazette: Neue Musik in NRW von Petra Hedler - Ausgabe Mai 2002
  Petra Hedler
Di 02.04.2002 12:19
Gazette: Neue Musik in NRW von Petra Hedler - Ausgabe April 2002
  Petra Hedler
Fr 29.03.2002 11:12
Re: Gazette: Neue Musik in NRW von Petra Hedler - Ausgabe März 2002 - Sciarrinos tödliche Blume in Wuppertal - Mario Stroppa beim WDR in Köln
  Günter H. Müller
Mo 25.02.2002 11:41
Gazette: Neue Musik in NRW von Petra Hedler - Ausgabe März 2002 - Sciarrinos tödliche Blume in Wuppertal - Mario Stroppa beim WDR in Köln
  Petra Hedler
Di 29.01.2002 12:42
Gazette: Neue Musik in NRW von Petra Hedler - Ausgabe Februar 2002 - Viola beim WDR - Folkwangkomponistenklasse - Schiphorst/Oehring in Düsseldorf
  Petra Hedler
Do 27.12.2001 13:15
Gazette: Neue Musik in NRW von Petra Hedler - Ausgabe Januar 2002 - TAM gerettet - Bing in Bonn
  Petra Hedler
Mo 03.12.2001 09:37
Frohe Botschaft vom TAM - Zuschuß aus Landesmitteln ermöglicht Sanierung
  redaktion nrw
Mi 28.11.2001 10:08
Gazette: Neue Musik in NRW von Petra Hedler - Ausgabe Dezember 2001 - Cecile Ore in Köln - November Music in Essen - Klangraum Düsseldorf
  Petra Hedler
Mo 29.10.2001 11:23
Gazette: Neue Musik in NRW von Petra Hedler - Ausgabe November 2001 - Bergische Biennale - open systems im Ruhrgebiet - KlangRaum in Essen
  Petra Hedler
Mo 08.10.2001 17:46
Gazette: Neue Musik in NRW von Petra Hedler - Ausgabe Oktober 2001 - Grisey - TAM - Bergische Biennale - Arvo Pärt - KlangRaum2001 - open systems im Ruhrgebiet
  Petra Hedler
Mo 03.09.2001 12:12
Gazette: Neue Musik in NRW von Petra Hedler - Ausgabe September 2001- Stockhausen in Kürten
  Petra Hedler
Mi 01.08.2001 10:38
Gazette: Neue Musik in NRW von Petra Hedler - Ausgabe August 2001 - Feldman in Bochum / Stockhausen in Kürten / Ensemble Modern mit Heiner Goebbels in Bochum
  Petra Hedler
Do 05.07.2001 16:00
Re: Neue Musik in NRW von Petra Hedler - Internationaler Musikwettbewerb für Junge Kultur leidet an Bewerbermangel
  redaktion nrw
Mo 02.07.2001 15:09
Gazette: Neue Musik in NRW von Petra Hedler - Ausgabe Juli 2001 - Ensemblia und Fassaden in MG / Klavierkonzerte in Bochum, Witten und Bonn
  lukas hegemann
Di 29.05.2001 13:58
Gazette: Neue Musik in NRW von Petra Hedler - Ausgabe Juni 2001: Witten - Arithmeum in Bonn - Ensemblia in Mönchengladbach
  redaktion nrw
Fr 20.04.2001 11:14
Gazette: Neue Musik in NRW von Petra Hedler - Ausgabe Mai 2001 - Musik aus Taiwan - nochmal TAM - Wittener Tage für neue Kammermusik - Duisburger Akzente
  redaktion nrw
Mo 26.03.2001 11:23
Gazette: Neue Musik in NRW von Petra Hedler - Ausgabe April 2001 - TAM in Krefeld - Effi Briest in Bonn - Orgeln in Mühlheim - Taiwan in Köln
  redaktion nrw
Di 27.02.2001 10:55
Gazette: Neue Musik in NRW von Petra Hedler - Ausgabe März 2001 - 3 mal Cage und Tipps
  redaktion nrw
Mo 26.02.2001 19:42
Re: Gazette: Neue Musik in NRW von Petra Hedler (Ausgabe Februar 2001)
  Günter H. Müller
Mo 05.02.2001 09:42
Gazette: Neue Musik in NRW von Petra Hedler (Ausgabe Februar 2001)
  redaktion nrw
Di 02.01.2001 10:46
Gazette: Neue Musik in NRW von Petra Hedler ( Ausgabe Januar 2001)
  redaktion nrw
Di 28.11.2000 15:17
Gazette: Neue Musik in NRW von Petra Hedler (Ausgabe Dezember 2000)
  redaktion nrw
Do 02.11.2000 09:48
Gazette: Neue Musik in NRW von Petra Hedler ( Ausgabe November 2000)
  redaktion nrw